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Neben den liturgischen Aktivitäten legt unsere Gemeinde großen Wert auf kulturelle Vielfalt. Vom Kinderchor über die Jungendband und den Kirchenchor, bis hin zum Lassus-Musikkreis und dem Haus der Gregorianik gibt es ein breit gefächertes musikalisches Angebot.

Regelmäßige Orgelkonzerte und feierliche Orchestermessen an hohen Festtagen runden das Bild ab.
 

„Münchner Kantorale“ in Mariahilf entstanden

Weihbischof Bernhard Hasslberger, Professor Markus Eham, Diözesanmusikdirektor Bernward Beyerle (von links)

Für die Pfarrei Mariahilf ist es nichts Ungewöhnliches mehr, wenn in einem festlichen Gottesdienst der Kantor am Ambo den Inhalt der ersten Lesung mit gesungenen Psalmen vertieft. Dreißig Jahre ist es her, dass Diözesanmusikdirektor Bernward Beyerle damit anfing – damals schon Organist und Kantor in Mariahilf, Gesänge zu den Lesungen der drei Lesejahre A, B und C systematisch zusammenzustellen. „Ich war es einfach leid, immer irgendwelche Zettel zu suchen, was vor drei Jahren gepasst hat“, bekennt er frei.
Der Anfang für das „Kantorale“ war gemacht. Bis ein Ergebnis feststand, das für alle Pfarreien in der Diözese „singbar“ war, vergingen weitere zehn Jahre – auch unter Mitwirkung von Markus Eham, Professor an der katholischen Universität in Eichstätt.
Das Jubiläum „20 Jahre Münchner Kantorale“ wurde in Mariahilf gefeiert. Weihbischof Bernhard Haßlberger, Leiter des Liturgiereferats, bezeichnete das umfangreiche Angebot an Gesangsvorschlägen für jeden Gottesdienst als „Erfolgsgeschichte“, die im deutschsprachigen Raum weite Verbreitung gefunden habe.
Zu den drei Bänden für die drei Lesejahre  gibt es einen vierten Band für Heiligenfeste und besondere Anlässe im liturgischen Jahr. Daraus wird der Kantor zum Beispiel in der weihnachtlichen Christmette die Geburt Jesu nach dem „Martyriologium“ zeitlich einordnen und ihr ihren Stellenwert in der Geschichte zuweisen – „zur Zeit von Kaiser Augustus, … da Frieden war in der ganzen Welt.“ Was jetzt noch fehlt, so Haßlberger, „ist der gut ausgebildete Kantor“.
So bietet das Erzbistum München und Freising ab 2012 eine einjährige Ausbildung für die Vorsänger im Gottesdienst an – eine Doppelstunde alle 14 Tage. Ein Riesenfortschritt gegenüber der bisher eintägigen Einweisung. „Jeder soll wissen, wer singt und wer antwortet“, betont Markus Eham. Schließlich sei der Kantor „Anwalt des freien Wortes“ und stehe für Sinnlichkeit, Bildlichkeit und Aufrichtigkeit. Die Ausbildung ist für Teilnehmer aus unserem Bistum kostenfrei. Voraussetzung sind eine Aufnahmeprüfung sowie das Unterrichtsmaterial. Info unter: 089/2137-1534 (Amt für Kirchenmusik)

Matthias Nauerth

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