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Glockenguß Mai-Dult
Ein Blick über die Schulter - Glockenguss auf der Auer Dult PDF Drucken E-Mail

Bereits am Vortag des Glockengusses auf der Auer Maidult gab es für die beiden Glockengießer von „Royal Eijsbouts“ aus Asten in den Niederlanden und Stadtpfarrmesner Richard Schmidt alle Hände voll zu tun.

Am Abend wurde der Schmelzofen aufgebaut, anschließend alle für das Gießen der Glocke notwendigen Utensilien zum Mariahilfplatz gebracht. Die ganze Nacht hindurch hielten jeweils zwei Personen bei kühlen Temperaturen beim Schmelzofen auf dem Mariahilfplatz Wache. Zur frühen Morgenstunde gegen 3:00 Uhr begannen die ersten Vorbereitungen.

 

 

Die beiden Niederländer heizten den Induktionsofen an. Zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie eine große Schar von Medienvertretern wollten sich das Schauspiel nicht entgehen lassen.

 

 

Um 11:00 Uhr startete die Direktorin des Münchner Tourismusamtes, Frau Dr. Gabriele Weishäupl, zusammen mit Stadtpfarrer Markus Gottswinter den Countdown. Musikalisch stimmten Schüler der Theresia - Gerhardinger - Grundschule am Anger unter Leitung von Rektorin, Frau Brigitte Wolf, die anwesenden Gäste auf das große Ereignis ein.

 

 

 

Kurz vor 11:30 Uhr legten das Glockengießerteam und Stadtpfarrmesner Schmidt Schutzkleidung an, bevor das Gefäß mit der glühenden Bronze aus dem Schmelzofen gehoben wurde.

 

Mit einer Messsonde kontrollierte man nun die Temperatur der Schmelze. Um diese auf die optimale Gusstemperatur von 1068 ° C abzukühlen, wurde ein Bronzebarren in die glühende Schmelze gegeben. Um 11:45 Uhr war es endlich soweit - die optimale Gusstemperatur war erreicht. In weniger als 60 Sekunden wurde die Schmelze in die Gussform gefüllt und die überschüssige zum Abkühlen in die bereitgestellten Schalen gegossen.

 

 

 

Nach dem Glockenguss warteten die Kinder und das Team des Theresia - Gerhardinger - Kindergartens der Armen Schulschwestern zusammen mit 300 interessierten Dultbesuchern darauf, dass eine bereits in den Niederlanden gegossene Glocke von Frau Dr. Weishäupl aus der Gussform genommen wurde.

 

 

Zunächst entfernte ein Glockengießer den Stahlmantel. Nach mehreren Hammerschlägen zerbrach der Sand in der Form und die Glocke kam zum Vorschein - ein wahres Prachtstück. Als krönenden Abschluss enthüllten Frau Dr. Weishäupl und Stadtpfarrer Gottswinter eine bereits fertig gegossene und polierte Glocke, die an ein „Original“ der Auer Dult, den Holzvogel, erinnert.

 

 

 

Dass die Glocken von „Royal Eijsbouts“ nicht nur schön anzuschauen waren, sondern auch wunderschön klangen, bewiesen zwei Carilloneure, die verschiedene Melodien auf sechs unterschiedlich großen Glocken erklingen ließen. Die Zuhörer bekundeten ihre Freude und Begeisterung mit Beifall.

 

 

Wenn Sie Interesse an diesem großartigen Projekt haben, können Sie sich hier auf der Seite, oder durch den in der Pfarrkirche ausliegenden Flyer näher informieren. Gerne stehen wir Ihnen auch persönlich für Fragen zur Verfügung. An dieser Stelle sagen wir allen, die sich am Carillon-Projekt der Pfarrei beteiligt haben und beteiligen, ein ganz herzliches Vergelt’s Gott!

Das Carillon-Team